NRW-Minister erwartet weiterhin Atomstrom-Import aus EU

14.01.2022 11:38

Düsseldorf (dpa/lnw) - Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister
Andreas Pinkwart (FDP) geht davon aus, dass Deutschland und NRW auch
künftig Atomstrom aus der EU importieren werden. In gewissen Phasen
werde man Atomstrom aus Ländern wie Frankreich und Tschechien
importieren, um die Stabilität des Systems gewährleisten zu können,
sagte Pinkwart (FDP) der Zeitung «Neue Westfälische» (Freitags). Zur

Energieversorgungssicherheit in Europa und damit auch in NRW leiste
Atomenergie auch künftig einen nicht «unwichtigen Beitrag».

Wenn Deutschland als führendes Industrieland und größte europäische

Wirtschaft darauf verzichten wollte, müsste es die eigene gesicherte
Leistung durch weiteren Ausbau sauberer Gaskraftwerke deutlich
erhöhen, zusätzlich zu den bisherigen ambitionierten Plänen. «Da
müssen wir uns ehrlich machen», so Pinkwart. Man setze auf einen
gemeinsamen europäischen Energiemarkt. Bei dem Ausstieg Deutschlands
aus der Kernenergie bleibe es jedoch, so Pinkwart. Die Nutzung berge
erhebliche Risiken im laufenden Betrieb und bei der Entsorgung.



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