Kovacevski zum Ministerpräsidenten von Nordmazedonien gewählt

17.01.2022 10:27

Skopje (dpa) - Dimitar Kovacevski ist der neue Ministerpräsident
Nordmazedoniens. Das Parlament in Skopje wählte in der Nacht zum
Montag mit einer Mehrheit von 62 von 120 Stimmen den Sozialdemokraten
und sein Kabinett ins Amt, berichtete das Nachrichtenportal
«makfax.com.mk». Der bisherige Vize-Finanzminister folgt auf seinen
Parteifreund Zoran Zaev, der nach dem schlechten Ergebnis der
Sozialdemokratischen Liga (SDSM) bei den Kommunalwahlen im
vergangenen Oktober zurückgetreten war.

Das Kabinett besteht aus zwölf Ministern der SDSM sowie aus sechs
beziehungsweise drei der beiden Albaner-Parteien DUI und Alternativa.
Letztere tritt in die von der SDSM geführte Koalition neu ein,
nachdem die gleichfalls albanische Besa-Partei nach Zaevs
Rücktrittsankündigung ins Lager der Opposition gewechselt hatte.

In seiner Programmrede nannte Kovacevski die Stärkung der Wirtschaft,
die Bewältigung der Corona-Pandemie und der Energiekrise sowie die
Regelung des Verhältnisses zum Nachbarland Bulgarien als die
vordringlichsten Ziele seiner Regierung.

Das EU-Land Bulgarien blockiert derzeit wegen geschichtspolitischer
Forderungen den Beginn der EU-Beitrittsverhandlungen für
Nordmazedonien. Am kommenden Dienstag reist der neue bulgarische
Regierungschef Kiril Petkow nach Skopje. Ein Durchbruch in der
Angelegenheit wird nicht erwartet, jedoch könnte es zu einer
Verbesserung der Atmosphäre kommen. 



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