Lufthansa und Air France machen Front gegen EU-Luftfahrtpläne

24.01.2022 11:05

Frankfurt/Main (dpa) - Die Klimapläne der EU-Kommission zur Luftfahrt
stoßen weiter auf Widerstand in der Branche. Ein neues Bündnis aus
Fluggesellschaften und Flughäfen verlangte am Montag Änderungen beim
Klimapaket «Fit for 55», das die EU-Kommission im vergangenen Jahr
vorschlug. Diese seien notwendig, um höhere auswärtige CO2-Emissionen
zu verhindern und die Anbindung Europas zu erhalten.

Dem Bündnis gehören neben großen Flughafenbetreibern die Airlines der

Lufthansa-Gruppe ebenso an wie Air France-KLM, die italienische ITA,
Croatia Airlines, die skandinavische SAS und die spanische Air
Europa. Insgesamt sind es 19 Unternehmen. Man sei für weitere
Gesellschaften offen, hieß es.

Die Kommission hat zur schnelleren CO2-Verringerung für den
Luftverkehr einen verschärften Emissionshandel, eine europäische
Kerosinsteuer und verbindliche Beimischungsquoten für nachhaltige
Kraftstoffe vorgeschlagen. Nach Auffassung der Branche müssten dabei
aber Kostenvorteile für außereuropäische Wettbewerber ausgeschlossen

oder mindestens ausgeglichen werden. Grundsätzlich bekenne man sich
zu dem Ziel, den Luftverkehr bis 2050 emissionsfrei zu gestalten.



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