EU will Reisen für Geimpfte, Getestete und Genesene erleichtern

25.01.2022 13:12

Brüssel (dpa) - Künftig soll ein gültiges EU-Corona-Zertifikat fü
r
Reisen in der EU wichtiger als das Infektionsgeschehen im Abreiseland

sein. Die EU-Staaten einigten sich am Dienstag darauf, dass vom
1. Februar an nicht mehr entscheidend sein soll, von wo aus eine
Reise startet - sondern, ob ein gültiger Impf-, Test- oder
Genesenennachweis vorliegt. Das teilten die EU-Länder am Dienstag
mit. Damit folgen die Staaten weitgehend einem Vorschlag, den die
EU-Kommission vor zwei Monaten präsentiert hatte.

Neben in der EU zugelassenen Impfstoffen sollen der Einigung zufolge
auch von der WHO oder nationalen Behörden akzeptierte Mittel
ausreichen. Ein PCR-Test solle frühestens 72, ein Schnelltest 24
Stunden vor der Reise gemacht werden. Ein Genesenen-Zertifikat soll
180 Tage gültig sein. Wer kein Zertifikat hat, soll nach Ankunft
einen Test machen. Für Kinder gibt es Ausnahmen. Zusätzliche
Beschränkungen solle es nicht geben. Ein Sprecher der EU-Kommission
betonte: «Das Mindeste, was wir alle erwarten können, ist, dass die
Mitgliedstaaten diese Empfehlung auch umsetzen.»

Da sich die Omikron-Variante mittlerweile in ganz Europa verbreitet
habe, soll zudem geprüft werden, die angesichts der Variante in
manchen Mitgliedstaaten eingeführten Reisebeschränkungen aufzuheben.

Deutschland unterscheidet für die Einreise zwischen Virusvarianten-
und Hochrisikogebieten. Geimpfte und Genesene müssen nach der
Einreise aus einem Hochrisikogebiet nicht in Quarantäne. Ungeimpfte
können sich frühestens fünf Tage nach Einreise freitesten. Derzeit

sind alle EU-Länder als Hochrisikogebiete eingestuft, als
Virusvariantengebiet ist derzeit kein Land eingestuft. Auch andere
Länder wie Italien und Österreich verlangen derzeit teils mehr als
nur ein Zertifikat. Wer etwa nur eine Grundimmunisierung hat, muss
für einen Österreich-Urlaub zusätzlich einen negativen Test vorle
gen.



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