Euro fällt nach US-Zinsentscheid auf Zweimonatstief

27.01.2022 07:35

Frankfurt/Main (dpa) - Der Euro hat am Donnerstag im frühen Handel
weiter nachgegeben. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung im
Tief 1,1214 Dollar und damit so wenig wie zuletzt vor etwa zwei
Monaten. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am
Mittwochnachmittag noch auf 1,1277 Dollar festgesetzt.

Der US-Dollar befindet sich seit der Zinsentscheidung der
US-Notenbank Fed vom Mittwochabend auf breiter Front im Aufwind. Zwar
ließ die Zentralbank ihren Leitzins vorerst stabil an der Nulllinie.
Sie gab aber klare Signale für eine baldige Anhebung ihres
Leitzinses. Nach den Worten von Notenbankchef Jerome Powell könnte es
schon auf der nächsten Sitzung im März soweit sein. Hintergrund ist
die hohe Inflation von zuletzt sieben Prozent.

Besondere Aufmerksamkeit riefen Äußerungen Powells hervor, die an den
Märkten als Hinweis auf eine rasche Zinsstraffung gedeutet wurden. So
erklärte Powell, dass die Ausgangssituation heute anders sei als bei
der letzten, eher vorsichtigen Zinswende der Fed ab dem Jahr 2015.
Eine Frage, ob die Fed auf jeder der planmäßig noch sieben
Zinssitzungen in diesem Jahr ihren Leitzins anheben könnte, ließ er
offen. Allerdings sagte Powell auch, dass das Straffungstempo nicht
vorbestimmt sei und von der konjunkturellen Entwicklung abhänge.



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