EU: Auch EU-Länder von russischer Cyberattacke auf Ukraine betroffen

10.05.2022 12:41

Brüssel (dpa) - Ein russischer Cyberangriff gegen die Ukraine kurz
vor Kriegsbeginn hatte EU-Angaben zufolge auch Auswirkungen auf die
Mitgliedsländer. Die Attacke habe eine Stunde vor dem Einmarsch
Russlands in die Ukraine am 24. Februar stattgefunden und die
militärische Aggression erleichtert, teilte der EU-Außenbeauftragte
Josep Borrell im Namen der EU am Dienstag mit. Der Angriff habe
erhebliche Auswirkungen gehabt. Er habe zu Kommunikationsausfällen
und -störungen bei mehreren Behörden, Unternehmen und Nutzern in der
Ukraine geführt. Auch mehrere EU-Staaten seien betroffen gewesen.

Cyberangriffe auf die Ukraine, die sich auch gegen kritische
Infrastrukturen richteten, könnten auf andere Länder übergreifen und

systemische Auswirkungen haben, die die Sicherheit der europäischen
Bürger gefährdeten, heißt es in der EU-Stellungnahme. Zu kritischer
Infrastruktur gehören beispielsweise die Bereiche Energie,
Gesundheit, Informationstechnik und Telekommunikation sowie Staat und
Verwaltung. Die Europäische Union erwäge weitere Schritte «zur
Verhinderung, Entmutigung, Abschreckung und Reaktion auf solche
böswilligen Handlungen im Cyberspace».



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