Sächsisches Kabinett beriet in Brüssel über Halbleiter-Strategie

10.05.2022 14:43

Brüssel (dpa) - Das sächsische Kabinett hat bei seiner auswärtigen
Sitzung in Brüssel die Bedeutung der Halbleiter-Industrie für die
Entwicklung des Freistaats bekräftigt. Ein Schwerpunkt der Gespräche
am Dienstag im Verbindungsbüro Sachsens war der European Chips Act,
wie die Regierung mitteilte. Mit dem Gesetz will die EU verhindern,
dass Europa bei der Produktion von Mikrochips weiter von Asien und
Amerika abgehängt wird.

Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sagte nach den Gesprächen,
dass der Chips Act für Europa und Deutschland enorm wichtig sei, um
in der Schlüsselbranche Mikroelektronik unabhängiger zu werden. «Wir

brauchen diese Unabhängigkeit und eigene Stärke, damit unsere
Wirtschaft stabil laufen kann, damit Deutschland und Europa bei der
Digitalisierung weiter Tempo machen können. Die weltpolitische Lage
erfordert unser schnelles Handeln.» Der Freistaat setze alles daran,
damit die Chipoffensive ein Erfolg werde.

Neben der Förderung von Forschung, Ausbildung und Investitionen in
der Halbleiter-Produktion müsse man sich die Frage stellen, was man -
europäisch abgestimmt - tun könne, um Ansiedlungen von Unternehmen zu
erleichtern, sagte Regionalentwicklungsminister Thomas Schmidt (CDU).
«Wichtig ist mir auch, dass wir eine gesamteuropäische Perspektive
einnehmen: Das Chip-Gesetz wird in der Sache nur erfolgreich sein,
wenn wir bestehende Halbleiter-Leuchttürme weiter stärken.» Als
Berichterstatter des Ausschusses der Regionen schaue er sich die
Vorschläge der EU-Kommission genau an und schlage konkrete Änderungen
an den Verordnungstexten vor.



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