Heidelberg und Mannheim üben Schulterschluss beim Klimaschutz

11.05.2022 13:37

Heidelberg/Mannheim (dpa/lsw) - Mannheim und Heidelberg wollen im
Zuge einer EU-Förderung beim Klimaschutz künftig noch stärker
zusammenarbeiten. «Die Europäische Union hat mit Mannheim und
Heidelberg zwei Nachbarstädte zu Modellstädten für Klimaneutralität

ausgewählt - das ist ein starkes Signal für unsere Region», sagte
Heidelbergs Oberbürgermeister Eckart Würzner (parteilos) am Mittwoch.
Klimaschutz sei eine Gemeinschaftsaufgabe.

Umweltfreundliche Wärme- und Stromversorgung sowie nachhaltige
Mobilität gehören aus Sicht der Nachbarstädte zu den wichtigsten
Hebeln auf dem Weg zur Klimaneutralität. Diese herrscht, wenn keine
klimaschädlichen Gase mehr ausgestoßen werden, die nicht gebunden
werden können.

Die Kampagne der Europäischen Kommission trägt auch der Tatsache
Rechnung, dass Städte ungefähr 3 Prozent Landfläche der Erde
einnehmen, aber mehr als 70 Prozent der Treibhausgasemissionen
produzieren. Im Juni sollen die Kommunen «Klimastadt-Verträge» mit
konkreten Aktionsplänen abschließen.

Das EU-Projekt soll mit 360 Millionen Euro bis 2023 finanziert
werden. Die Städte sollen etwa in saubere Transportmöglichkeiten,
Energieeffizienz und Grünflächen investieren und können dafür
Forschungsmittel und Beratung erhalten.

Bei den Themen Fernwärmeversorgung, dem Ausbau des öffentlichen
Nahverkehrs und der Einrichtung von Radschnellwegen arbeiten die
beiden Nachbarstädte bereits eng zusammen. Auch die Themen Geothermie
und Bau von Flusswärmepumpen entlang des Neckars und am Rhein sind
aus ihrer Sicht gemeinsame Zukunftsthemen. Heidelberg hat mit dem
Energiespeicher, einer überdimensionalen Thermoskanne für die
Wärmespeicherung auf Vorrat, und mit der weltgrößten
Passivhaussiedlung Neuland betreten.



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