Euro legt zu - Yen bleibt unter Druck

21.06.2022 17:05

Frankfurt/Main (dpa) - Der Euro hat am Dienstag in einem insgesamt
freundlichen Umfeld leicht zugelegt. Am Nachmittag kostete die
Gemeinschaftswährung 1,0558 US-Dollar. Sie notierte damit rund einen
halben Cent höher als am Morgen. Die Europäische Zentralbank setzte
den Referenzkurs auf 1,0550 (Montag: 1,0517) Dollar fest. Der Dollar
kostete damit 0,9479 (0,9508) Euro.

Die freundliche Stimmung an den Aktienmärkten stützte den Euro. Der
Dollar geriet hingegen zu allen wichtigen Währungen unter Druck. Die
Weltleitwährung war angesichts der etwas zuversichtlicheren Stimmung
weniger gefragt. Zudem stellten einige EZB-Vertreter erneut
Leitzinserhöhungen für den Juli und September in Aussicht. Laut dem
slowakischen Notenbankchef Peter Kazimir ist im September eine
größere Zinsanhebung um 0,50 Prozentpunkte «sehr wahrscheinlich».

Der japanische Yen geriet erneut deutlich unter Druck. Der US-Dollar
stieg im Gegenzug auf 136,33 Yen und erreichte so den höchsten Stand
seit 24 Jahren. Der Yen war als sicherere Alternative weniger
gefragt. Die Bank of Japan gehört zudem zu den wenigen Zentralbanken,
die ihre Geldpolitik angesichts der wachsenden Inflation noch nicht
gestrafft haben. Die Notenbank begründet ihr Festhalten mit der zwar
steigenden, aber vergleichsweise niedrigen Inflation, die sie zudem
als nicht nachhaltig erachten. Ein niedriger Leitzins macht eine
Währung für Anleger weniger attraktiv.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,86010 (0,85748) britische Pfund, 143,75 (141,94)
japanische Yen und 1,0214 (1,0162) Schweizer Franken fest. Die
Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1841 US-Dollar
gehandelt. Das war 2 Dollar mehr als am Vortag.



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