Scholz dringt auf Lösungen für Getreideausfuhren der Ukraine

22.06.2022 15:54

Berlin (dpa) - Bundeskanzler Olaf Scholz dringt auf Lösungen für
blockierte Getreideausfuhren der Ukraine wegen des russischen Krieges
gegen das Land. «Es kann nicht dabei bleiben, dass Millionen Tonnen
in ukrainischen Speichern feststecken, obwohl sie weltweit dringend
gebraucht werden», sagte der SPD-Politiker am Mittwoch im Bundestag.
Die Vereinten Nationen warnten schon vor der größten Hungersnot seit
Jahrzehnten. Wenn es nicht gelinge, betroffenen Ländern solidarisch
beizustehen, würden Mächte wie Russland und China dies ausnutzen.

Von den anstehenden Gipfeln der EU, der Nato und der sieben führenden
Industrienationen (G7) müsse daher die Botschaft ausgehen, dass die
Demokratien der Welt auch im Kampf gegen Hunger zusammenstehen, sagte
Scholz. Wegen ausfallender Exporte aus der Ukraine wird in einigen
Staaten, etwa in Afrika und Asien, mit einer knappen Versorgung
gerechnet. Geringere Mengen haben die Preise auf den internationalen
Märkten bereits hochgetrieben.

Der Kanzler bekräftigte, dass die Bundesregierung abgestimmt mit
internationalen Partnern alles dafür tun wolle, um Vorsorge für den
Winter besonders für die Energieversorgung zu treffen.



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