Bericht: Vielen EU-Bürgern mangelt es an digitalen Grundkenntnissen

28.07.2022 17:22

Brüssel (dpa) - Fast jedem zweiten EU-Bürger mangelt es an digitalen
Grundkenntnissen. Nur 54 Prozent der Europäerinnen und Europäer
zwischen 16 und 74 Jahren hätten zumindest grundlegende digitale
Fähigkeiten, heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht

der EU-Kommission. Damit ist der Wert weit hinter dem EU-Ziel, bis
2030 eine Quote von 80 Prozent zu erreichen. Deutschland liegt mit
knapp unter 50 Prozent noch unter dem EU-Durchschnitt.

Dabei wurden etwa Fähigkeiten wie das Lesen von
Online-Nachrichtenseiten, die Suche nach Informationen im Netz oder
die Überprüfung von Quellen berücksichtigt.

Der veröffentlichte Bericht untersucht den digitalen Fortschritt von
Wirtschaft und Gesellschaft in der EU. Dabei nimmt er etwa den
Breitband-Ausbau, die Online-Kompetenzen sowie die Möglichkeit
digitaler Behördengänge unter die Lupe.

Über alle Bereiche hinweg nimmt die Bundesrepublik beim diesjährigen
Index für digitale Wirtschaft und Gesellschaft den 13. Platz unter
den 27 EU-Ländern ein. Beim Glasfaser-Ausbau liege Deutschland nach
wie vor zurück. In diesem Bereich zähle sie zu den schwächsten
Staaten in der EU, hieß es.

Auch die digitale Kluft zwischen ländlichen und städtischen Gebieten
bestehe weiter. Bei der Netzabdeckung mit 5G steht das Land dem
Bericht zufolge an vierter Stelle - 87 Prozent der besiedelten
Gebiete sind mit dem Mobilfunkstandard der fünften Generation
versorgt. Spitzenreiter in Sachen Digitalisierung ist Finnland,
Rumänien bildet das Schlusslicht.



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