EU: Ende von Odessa-Blockade ist erster Schritt gegen Ernährungskrise

01.08.2022 14:17

Brüssel (dpa) - Die Wiederaufnahme von Getreideexporten über den
ukrainischen Schwarzmeer-Hafen Odessa ist nach Einschätzung der EU
ein erster Schritt zur Linderung der durch Russlands Krieg
ausgelösten Welternährungskrise. Man erwarte nun, dass das Abkommen
vollständig umgesetzt werde und ukrainische Exporte an die Kunden in
aller Welt wieder aufgenommen würden, sagte ein Sprecher des
EU-Außenbeauftragten Josep Borrell am Montag in Brüssel. Dies sei
notwendig, weil die negativen Folgen der Aggression Russlands gegen
die Ukraine und der Blockade ukrainischer Häfen die schwächsten
Menschen in Afrika, Asien und im Nahen Osten träfen.

Russland habe nicht nur ukrainische Häfen blockiert, sondern auch
Felder vermint oder zerstört, Silos kaputt gemacht und Getreide
verbrannt.

Die Ukraine und Russland hatten am 22. Juli unter Vermittlung der
Vereinten Nationen und der Türkei ein Abkommen unterzeichnet, um von
drei Häfen wieder Getreideausfuhren aus der Ukraine zu ermöglichen.
Ein erstes Schiff verließ am Montagmorgen den Hafen von Odessa. Es
hat nach offiziellen Angaben rund 26 000 Tonnen Mais geladen und soll
über das Schwarze Meer in Richtung Libanon fahren. Getreideexporte
unter anderem über Odessa waren wegen des russischen Angriffskrieges
gegen die Ukraine zuletzt monatelang blockiert gewesen.



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