China verhängt Sanktionen gegen zwei EU-Banken

13.08.2025 10:00

Im Konflikt um Russland-Sanktionen setzt Peking zwei europäische
Geldhäuser auf seine Sanktionsliste. Es handelt sich um eine
Vergeltungsmaßnahme.

Peking (dpa) - Als Reaktion auf EU-Sanktionen gegen zwei chinesische
Banken hat China Strafmaßnahmen gegen zwei europäische Institute
verhängt. Betroffen sind die UAB Urbo Bankas und die AB Mano Bankas.
Organisationen und Privatpersonen in China dürfen künftig keine
Transaktionen oder Kooperationen mehr mit ihnen eingehen. Die
EU-Maßnahmen verletzten internationales Recht und schadeten den
Wirtschafts- und Finanzbeziehungen, teilte das Pekinger
Handelsministerium mit.

China streitet schon länger mit Litauen

Beide Institute stammen aus Litauen, das seit 2021 wegen der
Eröffnung eines taiwanischen Vertretungsbüros in Vilnius im
diplomatischen Streit mit Peking steht. Damals hatte China bereits
Handelsbeschränkungen gegen das baltische Land verhängt.

Die neuen Maßnahmen treten an diesem Mittwoch in Kraft. Hintergrund
ist ein Russland-Sanktionspaket der EU vom vergangenen Monat, in dem
auch zwei kleinere chinesische Banken mit Strafmaßnahmen belegt
wurden. Beide chinesischen Institute haben ihren Sitz in Städten nahe
der russischen Grenze. Mit den Sanktionen will Brüssel den russischen
Kriegsapparat im Angriffskrieg gegen die Ukraine schwächen.