Wagenknecht kritisiert Selenskyj-Besuch in Berlin
13.08.2025 13:12
Bundeskanzler Friedrich Merz will mit den engsten Verbündeten über
die Linie im Ukraine-Krieg beraten. Der ukrainische Präsident kommt
persönlich. Die BSW-Chefin findet das nicht gut.
Berlin (dpa) - BSW-Chefin Sahra Wagenknecht kritisiert die
persönliche Teilnahme von Präsident Wolodymyr Selenskyj an der
virtuellen Ukraine-Konferenz in Berlin. Die Bundesregierung sollte
«sich nicht so offensichtlich auf Selenskyjs Seite stellen», forderte
Wagenknecht. Sie warf dem Präsidenten Kompromisslosigkeit vor. Dies
habe in der ukrainischen Bevölkerung immer weniger Rückhalt. Diese
wünsche sich mehrheitlich Frieden.
«Dass Selenskyj beim Video-Gipfel an der Seite von Merz im Kanzleramt
sitzt, hat mit Diplomatie wenig zu tun», meinte Wagenknecht. «Der
Kanzler führt damit seine Konferenz ad absurdum, Deutschland fällt
als Vermittler endgültig aus.» Selenskyj reiste nach Berlin, um im
Kanzleramt an virtuellen Beratungen teilzunehmen. Alle anderen
Teilnehmer werden per Video zugeschaltet, unter anderen US-Präsident
Donald Trump und dessen Vize JD Vance.