Merz, Macron und EU-Minister beraten über digitale Souveränität
17.11.2025 17:30
Fotos, Audios, Videos, Daten auch von Behörden werden in Clouds
großer US-Tech-Konzerne gespeichert. Wie kann sich Europa
unabhängiger machen? Darüber berät ein hochrangig besetztes Treffen
in Berlin.
Berlin (dpa) - Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Frankreichs
Präsident Emmanuel Macron, Digitalminister der EU-Staaten und
Unternehmenschefs beraten an diesem Dienstag in Berlin darüber, wie
Europa unabhängiger von außereuropäischen Tech-Konzernen werden kann.
Bei einem sogenannten Gipfel zur Europäischen digitalen Souveränität
werden Delegationen aus 23 Ländern erwartet.
Geplant sind Reden von Merz und Macron. Erwartet werden zahlreiche
Ankündigungen von Kooperationen und Investitionen deutscher und
französischer Unternehmen in verschiedenen Bereichen, wie
Recheninfrastruktur, Quantentechnologie, Gesundheit, Verteidigung
oder Drohnen, wie vorab aus Regierungskreisen bekannt wurde.
Eine Kernfrage des Treffens ist das Thema Cloud und wie Europa eine
eigene Infrastruktur für die sichere Ablage von Behörden- und
Unternehmensdaten vorantreiben kann. Bisher dominieren große
US-Firmen wie Amazon, Microsoft oder Google das Cloud-Geschäftsfeld.
Auch über Software in Behörden und Verwaltung wird gesprochen.
