EU-Außenminister beraten über Sanktionen und Gaza-Hilfe
19.11.2025 17:30
Mehr Druck auf Russland und Unterstützung für Trumps Gaza-Plan: Bei
einem Treffen in Brüssel wollen die EU-Außenminister über mögliche
nächste Schritte beraten - und auch den Sudan nicht vergessen.
Brüssel (dpa) - Die Außenminister der EU-Staaten beraten an diesem
Donnerstag in Brüssel über die jüngsten Entwicklungen im
Ukraine-Krieg und im Nahen Osten. Thema sollen dabei unter anderem
mögliche neue Maßnahmen gegen die sogenannte russische Schattenflotte
zur Umgehung von Energiesanktionen sein. Mit Blick auf den
Gaza-Konflikt steht die Frage im Raum, wie die EU zu einer
erfolgreichen Umsetzung des Friedensplans von US-Präsident Donald
Trump beitragen kann.
Konkret sollen bei dem Treffen zudem Sanktionen gegen einen
mutmaßlichen Hauptverantwortlichen für Gräueltaten im Sudan
beschlossen werden. In dem Land im Nordosten Afrikas ging die Miliz
Rapid Support Forces (RSF) zuletzt mit Mord, Folter, Vergewaltigungen
und Hinrichtungen gegen Menschen in der Stadt Al-Faschir vor.
Als Gast wird zeitweise der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha
an den Gesprächen teilnehmen und über die aktuelle Lage in seinem
Land berichten. Während des Mittagessens ist ein Austausch mit
Amtskollegen der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean
geplant.
Am Rande des Außenministertreffens findet in Brüssel zudem ein
Treffen der neuen Gebergruppe für die Palästinenser statt. Die von
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen initiierte Gruppe soll
internationale Partner zusammenbringen, um Reformen und die
Unterstützung der Palästinensischen Autonomiebehörde voranzubringen.
Deutschland wird bei dem Treffen von Bundesentwicklungsministerin
Reem Alabali Radovan vertreten.
