USA bleiben G20 fern, EU drängt sich auf

21.11.2025 11:47

US-Präsident Donald Trump und seine Regierung boykottieren den
G20-Gipfel in Südafrika, die Europäische Union will daraus Profit
schlagen.

Johannesburg (dpa) - Die Europäische Union drängt sich angesichts des
US-Boykotts des G20-Gipfels als global verlässlicher Partner auf.
EU-Ratspräsident António Costa sagte vor Beginn des Gipfels am
Samstag im südafrikanischen Johannesburg: «Die Europäische Union ist

hier. Wir sind berechenbare, verlässliche und vertrauenswürdige
Partner.» Die EU suche in Johannesburg die Zusammenarbeit, «weil
niemand die globalen Herausforderungen allein angehen kann». 

Vor dem Hintergrund der aggressiven US-Handelspolitik sagte
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen: «Wir werden uns
weiterhin für Partnerschaft, Offenheit und fairen Wettbewerb
einsetzen.»

Was sagen die EU-Spitzen zu Trumps Rassismus-Vorwurf?

Mit den USA, China und Russland sind die drei mächtigsten Staaten der
G20-Gruppe führender Industrie- und Schwellenländer am Samstag und
Sonntag nicht auf Chefebene vertreten. Hinzu kommen Absagen unter
anderem der Staatschefs von Argentinien und Mexiko. 

Die US-Regierung von Präsident Donald Trump boykottiert die
Gipfelberatungen komplett, weil sie der südafrikanischen Regierung
schwere Repressionen gegen weiße Farmer vorwirft. Südafrika weist die
Vorwürfe als unbegründet zurück. 

Von der Leyen und Costa wollten die Vorwürfe Trumps nicht
kommentieren. Beide lobten den aktuellen Vorsitzenden der G20,
Südafrikas Präsidenten Cyril Ramaphosa, der wichtige politische und
wirtschaftliche Probleme in der Welt erfolgreich angegangen sei.