Strack-Zimmermann: US-Plan für Ukraine «irrer Diktatfrieden»
22.11.2025 09:45
Die Vorsitzende des EU-Verteidigungsausschusses weist den US-Plan für
ein Ende von Russlands Krieg gegen die Ukraine zurück. Europa müsse
nun einspringen, wenn andere Partner ausfallen.
Berlin (dpa) - Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im
EU-Parlament, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, hat den US-Plan für eine
Beendigung des Kriegs in der Ukraine scharf kritisiert. «Der
sogenannte «Friedensplan» der USA wäre ein irrer Diktatfrieden, der
die Nato zerstören würde, ihr vorschreiben will, wer Mitglied zu sein
hat und wer nicht, und der einzig und allein den Kriegsverbrecher
Russland belohnen würde», erklärte die FDP-Politikerin.
Der Plan sei «völlig inakzeptabel und gefährdet die Sicherheit
weiterer Länder in Europa», warnte sie - und forderte, es sei nun an
der Bundesregierung, «endlich Haltung zu zeigen». Sie forderte, der
Ukraine endlich alle Unterstützung zu liefern, die das Land zur
Abwehr der russischen Angriffe benötigt. Das habe Olaf Scholz als
Kanzler nicht geschafft.
«Taurus liefern würde die Unterstützung bieten, die die Ukraine
braucht, auch wenn die USA unter ihrem unberechenbaren Präsidenten
ausfallen», sagte sie an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU)
gerichtet. «Es geht um die Sicherheit Europas. Dafür muss Europa
einstehen, dafür muss Europa einspringen, wenn andere Partner
ausfallen.»
