EU-Kommission bremst Universal Music bei Downtown-Übernahme

24.11.2025 13:03

Die EU-Kommission fürchtet, dass Universal Music durch einen Deal
Einblicke in geheime Geschäftsstrategien von Konkurrenten bekommen
könnte. Jetzt reagiert sie.

Brüssel (dpa) - Die Europäische Kommission stellt sich vorerst gegen
die geplante Übernahme des US-Musikunternehmens Downtown durch die
Universal Music Group (UMG). Der Musikkonzern könnte durch das
Geschäft Zugang zu sensiblen Geschäftsdaten von Konkurrenten
erhalten, teilte die Brüsseler Behörde mit. Dies würde die
Wettbewerbsfähigkeit anderer Labels beeinträchtigen, heißt es in
einer Mitteilung.

Die Kommission hatte bereits im Juli eine Untersuchung eingeleitet
und hatte bis Mittwoch Zeit, einen Beschluss dazu zu erlassen. UMG
kann nun zu den Vorwürfen Stellung nehmen. Eine endgültige
Entscheidung muss bis zum 6. Februar 2026 fallen. UMG gehört zur
Gruppe der drei größten Musiklabels weltweit. Bei großen Übernahmen

prüft die EU-Kommission, ob dadurch unverhältnismäßig große
Einschränkungen des freien Wettbewerbs entstehen können.