Merz für zwei ständige Afrika-Sitze im UN-Sicherheitsrat
24.11.2025 14:29
In der angolanischen Hauptstadt Luanda kommen EU und Afrikanische
Union zu einem Gipfel zusammen. Der Bundeskanzler wirbt für eine
engere Zusammenarbeit. Und stellt sich an die Seite der Afrikaner.
Luanda (dpa) - Kanzler Friedrich Merz unterstützt im Ringen um eine
Reform des UN-Sicherheitsrats Forderungen nach zwei ständigen
afrikanischen Sitzen im mächtigsten Gremium der Vereinten Nationen
(UN). «Wenn der Sicherheitsrat über Krisen in Afrika berät und
entscheidet, dann muss Afrika mit am Tisch sitzen», sagte der
CDU-Politiker am Rande des EU-Afrika-Gipfels in der angolanischen
Hauptstadt Luanda.
Europa und Afrika hätten zusammen mehr als 40 Prozent aller Stimmen
in den Vereinten Nationen, begründete Merz seine Forderung. «Zusammen
haben wir großes Gewicht. Dafür muss Afrika aber international auch
besser vertreten sein, so wie es dem Gewicht dieses Kontinentes eben
entspricht.»
Dem UN-Sicherheitsrat gehören derzeit 15 der 193 UN-Mitgliedstaaten
an. Fünf Atom- und Siegermächte des Zweiten Weltkrieges sind ständig
dabei und haben Vetorecht bei allen Entscheidungen: die USA, China,
Russland, Großbritannien und Frankreich. Einige der anderen 188
Mitgliedstaaten wechseln sich auf den verbleibenden zehn Sitzen alle
zwei Jahre ab. Deutschland kandidiert für die Jahre 2027/2028 für
einen nichtständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen.
