7. EU-Afrika-Gipfel will Zusammenarbeit vertiefen

24.11.2025 15:18

Die Lebensverhältnisse in Europa und Afrika sind häufig sehr
unterschiedlich. In der angolanischen Hauptstadt Luanda geht es um
Gemeinsames - und mehr Kooperation in verschiedenen Bereichen.

Luanda (dpa) - In der angolanischen Hauptstadt Luanda hat der 7.
EU-Afrika-Gipfel begonnen, auf dem Regierungschefs beider Kontinente
und die führenden Politiker der EU und der Afrikanischen Union (AU)
über vertiefte Zusammenarbeit der beiden Kontinente beraten. Der
globale Handel habe sich verändert, sagte Ursula von der Leyen, die
Präsidentin der EU-Kommission, in ihrer Eröffnungsrede. «In einer
zunehmend konfrontativen und globalisierten Wirtschaft brauchen
Afrika und Europa einander mehr als jedes einzelne Land für sich»,
betonte sie.

Von der Leyen sagte, die sehe Potenzial für den Ausbau der bisherigen
Handelsbeziehungen, auch wenn bereits ein Drittel der afrikanischen
Exporte nach Europa gehe. Auf dem gesamten Kontinent solle eine neue
Infrastruktur zur Verbindung von Standorten aufgebaut werden. Im
Rahmen der Global Gateway Agenda sei vor drei Jahren auf dem letzten
EU-Afrika-Gipfel das Ziel gesetzt worden, bis 2027 insgesamt 150
Milliarden Euro in Afrika zu investieren, so von der Leyen. Bisher
seien bereits mehr als 120 Milliarden Euro mobilisiert worden. In
einer Zeit, in der große Investoren ihr globales Engagement
zurückfahren, sei Europa «ganz klar entschlossen, sein Engagement in
Afrika fortzusetzen», betonte die Kommissionschefin.

Auf dem zweitägigen EU-Afrika-Treffen soll es in zwei thematischen
Blöcken einerseits um Frieden, Sicherheit und multilaterale
Zusammenarbeit gehen, andererseits um Migration, Mobilität und
Wohlstand. Für den zweiten Gipfeltag ist die Veröffentlichung einer
gemeinsamen Erklärung geplant.

Die EU hat derzeit zwölf zivile und militärische Missionen auf dem
Kontinent, unter anderem in Libyen, Mali, Somalia und der
Zentralafrikanischen Region. Doch während diese Einsätze vor allem
mit Konflikten, mangelnder Stabilität oder Bedrohungen durch
islamistischen Terrorismus zusammenhängen, wurden vor dem Gipfel auch
die Chancen einer vertieften Zusammenarbeit betont.