Gespräche über Ukraine-Frieden - Trump bleibt optimistisch

24.11.2025 23:42

US-Präsident Trump hofft nach Angaben des Weißen Hauses weiter auf
eine Einigung bei den Verhandlungen über einen Ukraine-Frieden. Seine
Sprecherin spricht auch von Frustrationen.

Washington/Kiew (dpa) - US-Präsident Donald Trump ist nach Angaben
seiner Sprecherin weiter hoffnungsvoll, dass die Gespräche über einen
Frieden in der Ukraine zu einem Ergebnis führen. Es habe am
Wochenende sehr produktive Gespräche zwischen dem nationalen
Sicherheitsteam des Präsidenten und der ukrainischen Delegation
gegeben, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt.
Nun gebe es nur noch ein paar Punkte, über die es noch keine Einigung
gebe, sagte sie.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte nach der Rückkehr
seines Verhandlungsteams aus Genf, dass der 28-Punkte-Plan Trumps
reduziert worden sei. «Es gibt noch Arbeit für uns alle zu tun - das
ist sehr herausfordernd -, um ein endgültiges Dokument zu erstellen.
Und wir müssen alles mit Würde tun», sagte er seiner in Kiew
verbreiteten abendlichen Videobotschaft. Details nannte er nicht. Er
wolle mit Trump über den Plan sprechen, sagte Selenskyj.

Sprecherin: Präsident auch frustriert

Leavitt betonte auch, dass der Präsident frustriert sei, dass der
Krieg andauere. Präsident Trump habe die amerikanische Finanzierung
des Krieges beendet, aber die Vereinigten Staaten lieferten
beziehungsweise verkauften immer noch große Mengen an Waffen. «Das
können wir nicht ewig so weitermachen, und der Präsident möchte, dass

dieser Krieg endet», sagte Leavitt.

Der von Trump vorgelegte 28-Punkte-Plan, der von vielen als
«Wunschliste Russlands» kritisiert worden ist, war für die Ukraine
und die Europäer fast durchweg inakzeptabel. Aus Selenskyjs
Delegation hieß es, der Plan existiere so nicht mehr. Unter anderem
sollte die Ukraine erhebliche Gebietsverluste und eine Obergrenze für
ihre Truppenstärke akzeptieren. Die Nato sollte auf die Aufnahme der
Ukraine und anderer neuer Mitglieder verzichten, und die USA sollten
von dem in der EU eingefrorenen russischen Vermögen maßgeblich
profitieren.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) dämpfte nach ersten Verhandlungen
zwischen den USA, der Ukraine und führenden europäischen Staaten
Hoffnungen auf einen schnellen Durchbruch. «Frieden in der Ukraine
gibt es nicht über Nacht», sagte der CDU-Chef nach einem Sondergipfel
der EU zum Ukraine-Krieg in Angolas Hauptstadt Luanda.