EU-Einigung: Strengere Regeln gegen illegalen Welpenhandel

25.11.2025 19:14

Tierhandel ist ein Milliardengeschäft - das zieht auch Kriminelle an,
oft zum Leid der Tiere. In der EU gibt es jetzt eine Einigung auf
strengere Vorgaben.

Straßburg (dpa) - Die EU verschärft den Kampf gegen illegalen
Tierhandel. Unterhändler von Europaparlament und EU-Staaten
einigten sich darauf, dass künftig alle Hunde und Katzen in der EU
per Mikrochip identifizierbar sein und registriert werden müssen,
wie Parlament und Länder mitteilten. Die Chip-Pflicht mit
mehrjährigen Übergangsfristen soll es Kriminellen erschweren,
rechtswidrig gehaltene oder eingeführte Tiere weiterzuverkaufen.

Zudem werden schmerzhafte Verstümmelungen wie das Amputieren von
Ohren- oder Schwanzteilen sowie die Zucht gesundheitsschädlicher
Merkmale - etwa extrem flachnasiger Tiere - eingeschränkt. Die
EU-Kommission hatte die neuen Regeln 2023 vorgeschlagen und unter
anderem mit einem wachsenden illegalen Handel durch Online-Werbung
und soziale Medien begründet. Die Einigung muss noch formell
bestätigt werden.

Bürgerinnen und Bürger in der Europäischen Union besitzen offiziellen

Angaben zufolge mehr als 72 Millionen Hunde und 83 Millionen Katzen.
Beim Handel mit den beiden Tierarten wird Schätzungen zufolge
jährlich ein Umsatz von rund 1,3 Milliarden Euro gemacht.