Acht Millionen Packungen Spielzeug in EU beschlagnahmt
27.11.2025 16:36
Achtung beim Geschenkekauf: Gefälschtes Spielzeug ist laut Europol
besonders während der Feiertagszeit in der EU im Umlauf. Behörden
gehen koordiniert dagegen vor.
Den Haag/Brüssel (dpa) - Bei Beschlagnahme-Aktionen seit der
Weihnachts- und Feiertagszeit des vergangenen Jahres haben Behörden
mehrere Millionen Packungen illegales Spielzeug in der EU aus dem
Verkehr gezogen. Die 8,2 Millionen Packungen hätten einen Wert von
insgesamt 8,7 Millionen Euro, teilte Europol mit. Die Mehrheit der
Spielzeuge sei mit Gesundheitsrisiken verbunden und nicht korrekt
gekennzeichnet gewesen.
Knapp 20 Länder - aus der EU sowie Albanien, Kolumbien und Serbien -
beteiligten sich den Angaben nach an der gemeinsamen Zoll- und
Polizeiaktion, die von Europol und der EU-Betrugsbehörde OLAF
koordiniert und unterstützt wurde. Die seit 2020 jährlich
stattfindende Operation ziele darauf ab, die Verbreitung von
gefälschtem und unsicherem Spielzeug auf dem EU-Markt zu verhindern,
so Europol. Besonders um die Feiertage herum steige der Verkauf von
Fälschungen stark an, hieß es.
Die Behörde warnte, dass gefälschtes Spielzeug Risiken für Kinder
berge, zum Beispiel durch Erstickungsgefahr oder den Kontakt mit
giftigen Stoffen. Sie rät Verbraucherinnen und Verbrauchern, bei
diesen Produkten besonders wachsam zu sein.
Großteil der gefälschten Produkte aus China
Bei der letzten Aktion führten dem Bericht zufolge Zubehör für die
Schule und Brettspiele sowohl von der Menge als auch vom Wert her die
Liste der beschlagnahmten Produkte an. Die meisten gefälschten
Spielzeuge auf dem EU-Markt kommen laut Europol aus China.
In den vorigen Jahren hatten auch deutsche Behörden an den Aktionen
teilgenommen. Die meisten Beschlagnahmungen gab es mit 19 Millionen
im Zeitraum zwischen 2022 und 2023. Sie hatten laut dem Bericht einen
Wert von 79 Millionen Euro.
