Merz will sich in EU für Änderungen bei Verbrenner-Aus einsetzen
28.11.2025 09:56
Bis in die Nacht tagten die Spitzen der Koalition. Neben der Rente
ging es auch um das geplante Verbrenner-Aus in der EU ab 2035.
Berlin (dpa) - Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will sich in der EU
für Änderungen beim geplanten Aus für neue Verbrenner-Autos ab 2035
einsetzen. Merz sagte nach den Beratungen des Koalitionsausschusses,
er werde im «umfassenden Sinne» die EU-Kommission bitten, die
Regulierung für die Mobilität anzupassen und zu korrigieren.
Es gehe insbesondere um eine gute Vereinbarkeit von
Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Automobilindustrie und den
Ansprüchen, die an den Klimaschutz gestellt werden. Der Klimaschutz
solle nicht relativiert werden. Die Ziele sollten aber
technologieoffen erreicht werden, sagte Merz. Er werde darum bitten,
dass die Kommission nach 2035 neben rein batterieelektrischen
Fahrzeugen auch weiterhin Fahrzeuge mit einem doppelten Antrieb
zulasse, also Fahrzeuge bestehend aus Batterieantrieb und Verbrenner.
Ziel sollte eine «innovationsfreundliche und technologieoffene
Regulierung» sein, die Klimaschutz und industrielle
Wettbewerbsfähigkeit in Einklang bringe, sagte Merz. Das werde der
Schlusssatz seines Briefes an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von
der Leyen sein. Er sei sehr dankbar, dass man sich genau auf diese
Haltung in der Koalition verständigen konnte. Für die SPD sei das ein
weiter Weg gewesen.
SPD-Chef Lars Klingbeil sagte, man brauche mehr Flexibilität und mehr
Technologieoptionen.
