Ukraine-Krieg: Trump teilt russlandkritischen Artikel
01.01.2026 00:22
Vertreter der USA, Europas und Russlands ringen um eine Lösung für
den seit fast vier Jahren andauernden Krieg. Überraschend verbreitet
US-Präsident Trump nun einen Artikel, der Moskau hart angeht.
Washington (dpa) - Inmitten der Verhandlungen um ein Ende des
Ukraine-Kriegs hat US-Präsident Donald Trump überraschend einen sehr
russlandkritischen Artikel auf seiner Plattform Truth Social geteilt.
Das Boulevardblatt «New York Post» stellt in dem Stück Kremlchef
Wladimir Putin als eigentliche Hürde auf dem Weg zum Frieden dar und
geht hart mit ihm ins Gericht.
Unter anderem heißt es dort, jeder Angriff auf Putin sei «mehr als
gerechtfertigt». «Wir brauchen seine Krokodilstränen nicht,
stattdessen sollte der Druck erhöht werden». Es wird dafür plädiert
,
dass Russland keine weiteren Zugeständnisse gemacht werden sollten,
sondern ein härteres Vorgehen nötig sei. Kiew habe seinen Teil
beigetragen - nun liege es an Putin, zu handeln.
Trump verbreitet regelmäßig Artikel von Medien, die ihm nahestehen.
In manchen Fällen kommentiert der Präsident die Texte - dies war beim
vorliegenden Stück nicht der Fall. In der Vergangenheit war Trump
immer wieder eine gewisse Russlandnähe vorgeworfen worden, unter
anderem, weil er zeitweise kremlnahe Positionen übernommen hatte.
US-Zeitung: Angriff auf Putins Residenz fand nicht statt
Anfang der Woche hatte Trump einen angeblichen Angriff der Ukraine
auf eine Residenz Putins kritisiert. Die Ukraine wies die
Anschuldigung Putins als Vorwand zurück, den Krieg fortzusetzen und
erneut auch Regierungsgebäude in Kiew angreifen zu wollen. Viele
Experten bezweifeln, dass der von Russland geschilderte Angriff so
stattgefunden hat. Die Zeitung «Wall Street Journal» berichtete unter
Berufung auf namentlich nicht genannte US-Beamte, dass die Ukraine
die Residenz Putins nicht angegriffen habe. Dies werde auch von einer
Analyse des Auslandsgeheimdienstes CIA belegt, hieß es in dem Stück
weiter.
Im neuen Jahr sind bereits weitere Verhandlungen für ein Ende des
seit fast vier Jahren andauernden russischen Angriffskriegs geplant:
Dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge ist ein
Treffen der nationalen Sicherheitsberater aus der «Koalition der
Willigen» am 3. Januar in der Ukraine geplant. Am 6. Januar solle
dann ein Treffen auf der Ebene der Staatschefs folgen. Als «Koalition
der Willigen» verstehen sich westliche Länder, die die Ukraine auch
militärisch unterstützen.
