Schweiz friert mögliche Maduro-Gelder ein
05.01.2026 17:56
Damit soll vorerst verhindert werden, dass Vermögen aus der Schweiz
abfließt. Könnte es den Menschen in Venezuela zugutekommen?
Bern (dpa) - Die Schweiz hat mutmaßliche Vermögenswerte des
entmachteten venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro eingefroren.
Es soll verhindert werden, dass sie aus der Schweiz abfließen, wie
die Regierung in Bern mitteilte.
Die präventive Sperre betreffe nicht nur den von den Vereinigten
Staaten festgesetzten Maduro, sondern auch dessen Umfeld, hieß es.
Insgesamt geht es laut dem Außenamt in Bern um 37 Personen. Aktuelle
Mitglieder der amtierenden venezolanischen Regierung seien hingegen
nicht betroffen.
Vorerst keine Informationen zu Schweizer Konten
Finanzinstitutionen und Personen, die in der Schweiz solches Vermögen
verwalten oder davon wissen, müssten es nun sofort sperren und die
Geldwäsche-Meldestelle darüber informieren, teilte das Außenamt der
Deutschen Presse-Agentur mit. Es gab vorerst aus Bern keine
Informationen, ob und wie viel Geld von Maduro oder dessen Umfeld in
der Schweiz liegt.
Sollte sich in Rechtsverfahren herausstellen, dass die Gelder
illegaler Herkunft sind, will die Schweiz sie der Bevölkerung
Venezuelas zugutekommen lassen, wie die Regierung ankündigte.
