Bauernproteste: Sachsens Agrarminister kritisiert EU-Pläne

08.01.2026 08:29

Sachsens Agrarminister stellt sich hinter die Proteste gegen das
Mercosur-Abkommen. Er fordert gleiche Standards für Importe und warnt
vor Nachteilen für die heimische Landwirtschaft.

Dresden (dpa/sn) - Sachsens Agrarminister Georg-Ludwig von
Breitenbuch hat die EU-Pläne zur Unterzeichnung des umstrittenen
Mercosur-Abkommens kritisiert. «Ich verstehe die Wut der Bauern»,
sagte der CDU-Politiker der «Leipziger Volkszeitung» und der
«Sächsischen Zeitung» vor dem Hintergrund der für heute angekündi
gten
Bauernproteste an ostdeutschen Autobahnen und vor der Dresdner
Frauenkirche. 

Das Abkommen mit den südamerikanischen Staaten müsse so verhandelt
werden, «dass die heimische Landwirtschaft nicht unter die Räder
kommt». Breitenbuch fordert demnach, dass für südamerikanische
Importe unter dem geplanten Abkommen die gleichen
Produktionsstandards gelten sollen wie für EU-Produkte. 

Die Landwirte stellen sich gegen das Mercosur-Handelsabkommen, weil
sie unverhältnismäßige Konkurrenz durch günstige Importe aus
Südamerika fürchten. Das umstrittene Abkommen sollte bereits im
Dezember unterzeichnet werden, war aber auf französischen Druck hin
aufgeschoben worden. Hintergrund waren massive Bauernproteste in
Frankreich.