Musks KI Grok erstellt Bilder nur noch für zahlende Nutzer

09.01.2026 12:56

Der KI-Chatbot Grok auf der Online-Plattform X sorgt immer wieder für
Aufruhr. Nun dürfte X die Nutzung der Künstlichen Intelligenz
eingeschränkt haben.

London (dpa) - Bildgenerierung nur noch für zahlende Abonnenten?
Nutzer ohne bezahltes Abo können aktuell bei der Online-Plattform X
keine Bilder mit der Künstlichen Intelligenz Grok erstellen oder
bearbeiten lassen. 

X war in den vergangenen Tagen vermehrt in Kritik geraten. Nutzer
können den KI-Chatbot bislang dazu auffordern, freizügige Bilder von
Menschen zu generieren - auch von Kindern. Auf der Plattform finden
sich etliche Beispiele, bei denen die KI unter normalen Bildern
aufgefordert wird, diese zu sexualisieren. Oft kommt Grok der
Aufforderung nach. 

Bittet man Grok nun auf X, ein Bild zu generieren oder zu bearbeiten,
antwortet der Bot: «Die Bilderzeugung und Bearbeitung ist derzeit auf
zahlende Abonnenten beschränkt.» Danach folgt ein Link, um ein
solches Abo abschließen zu können. Der britischen Zeitung «The
Guardian» zufolge ist die Funktion den meisten X-Nutzern damit nicht
mehr zugänglich.

EU-Kommission reicht Maßnahme nicht 

Die EU hatte am Donnerstag angekündigt, einen nächsten Schritt bei
Ermittlungen gegen das Unternehmen von Elon Musk gehen zu wollen. Die
Europäische Kommission habe die US-Firma aufgefordert, interne
Dokumente zu Grok nicht zu vernichten, sondern bis Ende des Jahres
aufzubewahren, sagte ein Sprecher. Es gebe Zweifel daran, ob sich X
an europäische Digitalgesetze halte.

Die Maßnahme von X ändere daran nichts, hieß es von der
EU-Kommission. «Bezahlte Mitgliedschaft oder unbezahlte
Mitgliedschaft, wir möchten solche Bilder nicht sehen», sagte ein
Sprecher der Brüsseler Behörde. 

Bereits mit Lobpreisungen für Hitler schockiert

An Silvester entschuldigte sich der Chatbot dafür, ein Bild von zwei
Mädchen im Teenager-Alter «in sexualisierten Outfits» erstellt und
geteilt zu haben. «Es handelte sich um ein Versagen unserer
Sicherheitsvorkehrungen, und ich entschuldige mich für alle dadurch
entstandenen Schäden», schrieb Grok auf X. Im Sommer hatte Grok
bereits mit Lobpreisungen für Adolf Hitler schockiert. 

Kritik an der KI kommt auch aus Großbritannien. Premierminister Keir
Starmer bezeichnete die Deepfake-Bilder von Kindern als «widerlich».
Die britische Medienaufsichtsbehörde Ofcom hatte X am Montag um
dringende Stellungnahme gebeten.