Streit um KI: Elon Musk kritisiert britische Regierung
10.01.2026 16:56
Der Streit um den KI-Chatbot Grok auf der Online-Plattform X geht
weiter. Jetzt reagiert Elon Musk auf die Untersuchung in
Großbritannien, wieder arbeitet er sich an der Regierung ab.
London (dpa) - Mit kritischen wie kryptischen Beiträgen auf seiner
Plattform X hat Techmilliardär Elon Musk auf die britische
Untersuchung der KI Grok reagiert. Musk warf der Regierung in London
unter anderem Zensur vor, in einem Beitrag nannte er sie
«faschistisch». Ähnliche Vorwürfe gegen Großbritannien hatte Musk
immer wieder erhoben.
Die britische Medienaufsichtsbehörde Ofcom untersucht derzeit, ob die
Künstliche Intelligenz Grok gegen den Online Safety Act verstößt.
Nutzer können die KI auffordern, gepostete Bilder zu sexualisieren,
meist geschieht das bei Fotos von Kindern und Frauen. Der britische
Premierminister nannte dies «widerlich». Technologieministerin Liz
Kendall sagte, sie erwarte, das Ofcom die vollständigen rechtlichen
Befugnisse nutze. X könnte demnach gesperrt werden.
Auch die EU-Kommission blickt kritisch auf die KI. Sie forderte die
verantwortliche US-Firma zuletzt auf, interne Dokumente zu Grok nicht
zu vernichten, sondern bis Ende des Jahres aufzubewahren. Brüssel
zweifelt daran, dass sich X an europäische Digitalgesetze halte.
Bislang «keine Lösung»
Der Schritt der Plattform, den Zugriff auf die KI-Bildergenerierung
nur noch zahlenden Nutzerinnen und Nutzern zugänglich zu machen,
wurde sowohl von der Europäischen Kommission als auch der britischen
Regierung zuletzt als nicht ausreichend betrachtet.
Es sei «eine Beleidigung für die Opfer von Frauenfeindlichkeit und
sexueller Gewalt», teilte die Downing Street mit. Dieser Schritt
mache «aus einer KI-Funktion, die die Erstellung rechtswidriger
Bilder ermöglicht, schlicht einen Premiumdienst», sagte ein Sprecher.
Es sei «keine Lösung», zeige allerdings, dass X schnell handeln
könne, wenn es denn wolle. Als Konsequenzen lägen weiterhin «alle
Optionen» auf dem Tisch.
