EU-Chefdiplomatin zeigt sich offen für neue Iran-Sanktionen
11.01.2026 22:30
«Das Regime hat eine lange Geschichte darin, Proteste zu ersticken»,
sagt Kaja Kallas mit Blick auf den Iran. Die EU-Chefdiplomatin kann
sich weitere Strafmaßnahmen vorstellen.
Brüssel (dpa) - Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas ist nach eigenen
Angaben bereit, neue Sanktionen gegen den Iran vorzuschlagen. «Die EU
hat bereits weitreichende Sanktionen gegen den Iran verhängt - und
zwar gegen diejenigen, die für Menschenrechtsverletzungen, die
Ausweitung des Atomprogramms und für Teherans Unterstützung von
Russlands Krieg in der Ukraine verantwortlich sind. Und ich bin
bereit, zusätzliche Sanktionen als Antwort auf die brutale
Unterdrückung von Demonstranten vorzuschlagen», sagte sie der Zeitung
«Die Welt».
Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dürfte es zunächst
vor allem um Strafmaßnahmen gegen Verantwortliche für die Gewalt
gegen Demonstranten gehen - möglicherweise auch gegen Minister. Gegen
sie könnten EU-Einreiseverbote und Vermögenssperren erlassen werden.
Kallas sagte, dass die Bürgerinnen und Bürger im Iran alles
riskierten, um gehört zu werden. «Das Regime hat eine lange
Geschichte darin, Proteste zu ersticken, und wir sehen eine brutale
Reaktion der Sicherheitskräfte.»
