Merz hofft auf baldiges Freihandelsabkommen mit Indien

12.01.2026 10:07

Mit den lateinamerikanischen Mercosur-Staaten hat die EU nach
jahrzehntelangen Verhandlungen ein Freihandelsabkommen hinbekommen.
Mit einem Land auf einem anderen Kontinent hakt es noch.

Ahmedabad (dpa) - Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hofft darauf,
dass das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien bei einem
Gipfeltreffen am 27. Januar unterzeichnet werden kann. Dieses
Abkommen sei dringend nötig, um das volle Potenzial der
Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Indien ausschöpfen zu
können, sagte er nach einem Gespräch mit dem indischen
Ministerpräsidenten Narendra Modi in Ahmedabad. «Diese Chance dürfen

wir und wollen wir nicht ungenutzt lassen.»

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident
António Costa wollen Ende Januar in die indische Hauptstadt Neu-Delhi
reisen und dort möglichst das Abkommen unterzeichnen. Im Umfeld des
Kanzlers wurden die Erfolgschancen als gut beschrieben.

Mercosur-Einigung «ermutigendes Zeichen»

Merz bezeichnete es als «ermutigendes Zeichen», dass erst in der
vergangenen Woche eine Einigung über das Abkommen mit den
lateinamerikanischen Mercosur-Staaten gelungen sei, nachdem mehr als
ein Vierteljahrhundert darüber verhandelt wurde. Die Verhandlungen
über das EU-Indien-Abkommen haben vor 18 Jahren begonnen.