Lettland: Belarussische Behörden unterstützen illegale Migration
14.01.2026 20:58
Lettland hat den Schutz seiner Grenze zu Belarus verstärkt. Doch
weiterhin versuchen Migranten, unerlaubt in die EU zu gelangen.
Unterstützt werden sollen sie dabei von Minsk - dafür gebe es Belege.
Riga (dpa) - Lettland hat den Behörden des autoritär regierten
Nachbarlands Belarus vorgeworfen, Migranten beim Versuch zu
unterstützen, illegal die Grenze zu übertreten. Demnach seien bei
einem aufgegriffenen Grenzgänger Dokumente und
Kommunikationsausrüstung eines belarussischen Militärangehörigen
gefunden. Dies teilte die Armee des baltischen EU- und Nato-Landes
mit. Auf den Mobilgeräten von Migranten seien zudem Bilder gefunden
worden, die belarussische Grenzschutzbeamte zusammen mit Migranten
zeigen sollen - auch in Militärfahrzeugen.
Mehrere vom Militär zusammen mit der Mitteilung veröffentlichte
Bilder sollen die Vorwürfe belegen. Darauf zu sehen sind Funkgeräte
,
die den Angaben zufolge dem Angehörigen eines in der Region Witebsk
stationierten Aufklärungsbataillons gehören sollen. Dies habe eine
Überprüfung ergeben, hieß es. Auch seien Fälle dokumentiert worde
n,
bei denen belarussische Sicherheitskräfte am Transport von Migranten
zu Orten beteiligt waren, von denen aus diese die Grenze zu Lettland
überqueren sollten.
Lettland hat im Osten eine rund 172 Kilometer lange Grenze zu
Russlands engem Verbündeten Belarus, die Teil der EU-Außengrenze ist.
Der Ostseestaat beschuldigt - wie auch Litauen und Polen - den
belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko, in organisierter
Form Migranten aus Krisenregionen an die EU-Außengrenze zu bringen,
um Druck auf den Westen auszuüben. Aus Sicht der lettischen Armee und
des Grenzschutzes bestätigten die nun vorliegenden Informationen und
dokumentierten Fälle die Beteiligung von belarussischen Behörden.
