USA: Soldaten in Europa beeinflussen Grönland-Ziel nicht

15.01.2026 20:45

Donald Trump will Grönland kaufen, doch die Insel und Dänemark
stemmen sich dagegen. Jetzt fliegen europäische Soldaten auf die
Arktisinsel. Das Weiße Haus zeigt sich unbeeindruckt.

Washington (dpa) - Die US-Regierung hat sich im Grönland-Konflikt
unbeeindruckt von der militärischen Erkundungsmission mehrerer
Nato-Verbündeten Dänemarks auf der Arktisinsel gezeigt. «Ich glaube
nicht, dass Soldaten in Europa den Entscheidungsprozess des
Präsidenten beeinflussen oder dass das irgendeinen Einfluss auf sein
Ziel hat, Grönland zu erwerben», sagte die Regierungssprecherin von
US-Präsident Donald Trump, Karoline Leavitt, vor Journalisten im
Weißen Haus. 

Mehrere Nato-Verbündete Dänemarks senden Soldaten auf die
Arktisinsel. Das weitgehend autonome Grönland gehört zum
Hoheitsgebiet des Nato-Mitglieds Dänemark. An der Erkundungsmission
beteiligt sich auch die Bundeswehr. Vom Fliegerhorst Wunstorf in
Niedersachsen startete am Donnerstag ein Transportflugzeug vom Typ
A400M mit Soldaten an Bord. Nach einem Stopp in Dänemark sollen die
Soldaten am Freitag zusammen mit weiteren Partnern mit einem zivilen
dänischen Flugzeug in Grönland eintreffen.

US-Präsident Trump will Grönland kaufen. Er begründete das wiederholt

mit nationalen Sicherheitsinteressen und er warnt vor einer zu
starken Präsenz Russlands und Chinas in der Arktisregion. 

USA: «Es war ein gutes Treffen»

Ein Krisengespräch zwischen den USA, Dänemark und Grönland hatte am
Mittwoch keine Lösung im Konflikt um die Besitzansprüche der USA
gebracht. Dem dänischen Außenminister Lars Løkke Rasmussen zufolge
offenbarte das Treffen mit US-Außenminister Marco Rubio und
US-Vizepräsident JD Vance «fundamentale» Meinungsverschiedenheiten.
Trump war nicht dabei.

US-Regierungssprecherin Leavitt sprach indes von einem «produktiven
Treffen». «Es war ein gutes Treffen.» Sie sagte weiter, man habe sich

darauf geeinigt, eine Arbeitsgruppe einzurichten, die technische
Gespräche über den Kauf Grönlands führen solle. Es sei ihr gesagt
worden, dass diese Treffen alle zwei bis drei Wochen stattfinden
sollen, ergänzte Leavitt.