Konflikte/Nato/EU/Diplomatie/Militär/Wirtschaft/USA/Grönland/Dänemark / Starmer: Verbündete mit Zöllen zu bestrafen «völlig falsch»

17.01.2026 21:12

US-Präsident Donald Trump droht mehreren europäischen Ländern im
Streit über Grönland mit Zöllen. In Großbritannien will man das
Gespräch suchen.

Stockholm (dpa) - Der britische Premierminister Keir Starmer will
nach der Zoll-Drohung von US-Präsident Donald Trump im
Grönland-Konflikt direkt mit den Amerikanern ins Gespräch gehen. Es
sei «völlig falsch», Zölle gegen Verbündete zu erheben, die sich
für
«die kollektive Sicherheit der Nato-Verbündeten» einsetzten, teilte
Starmer in einer Erklärung mit. «Wir werden dies natürlich direkt mit

der US-Regierung besprechen.»

Die Position der Briten zu Grönland sei klar: Die Insel sei Teil des
Königreichs Dänemark und ihre Zukunft «eine Angelegenheit der
Grönländer und Dänen». Das Vereinigte Königreich habe deutlich
gemacht, dass die Sicherheit in der Arktis für die gesamte Nato
bedeutend sei und die Verbündeten mehr tun sollten, «um der Bedrohung
durch Russland in verschiedenen Teilen der Arktis zu begegnen».

Trump hatte unter Verweis auf den Grönland-Streit zusätzliche Zölle
gegen Deutschland und sieben weitere europäische Länder ab Anfang
Februar angekündigt, darunter auch Großbritannien und Dänemark. Die
gestaffelten Zölle sollen so lange gelten, bis ein Abkommen über den
vollständigen Kauf der Arktisinsel erzielt werde, teilte Trump mit. 

Mehrere Nato-Verbündete Dänemarks hatten zuletzt Soldaten auf die
Arktisinsel geschickt, um sich an einer Erkundungsmission zu
beteiligen. London schickte im Zuge dessen einen Offizier.