Konflikte/Nato/EU/Diplomatie/Militär/Wirtschaft/USA/Grönland/Dänemark / US-Senatoren kritisieren Trump für Zollandrohung zu Grönland

17.01.2026 23:32

Donald Trump eskaliert den Konflikt um Grönland: Der US-Präsident
kündigt Strafzölle gegen europäische Unterstützer der Insel an. Es

regt sich Widerstand im US-Kongress.

Washington (dpa) - Im US-Parlament regt sich Widerstand gegen die
Zollandrohung von Präsident Donald Trump gegen Deutschland und andere
europäische Länder im Grönland-Konflikt. Die beiden Ko-Vorsitzenden
der parteiübergreifenden Nato-Beobachtergruppe des Senats, die
demokratische Senatorin Jeanne Shaheen und der republikanische
Senator Thom Tillis, erklärten: Eine solche Rhetorik helfe Gegnern
wie Kremlchef Wladimir Putin und Staats- und Parteichef Xi Jinping,
«die eine Spaltung der Nato sehen wollen». 

«Zu einer Zeit, in der viele Amerikaner bereits über steigende
Lebenshaltungskosten besorgt sind, würden diese Zölle die Preise
sowohl für Familien als auch für Unternehmen erhöhen. Wir fordern die

Regierung auf, die Drohungen zu beenden und auf Diplomatie zu
setzen», hieß es weiter in der Erklärung der Senatoren.

In einem beispiellosen Schritt will Trump unter Verweis auf den
Konflikt um Grönland zusätzliche Zölle gegen Deutschland und sieben
weitere europäische Staaten verhängen - alle von ihnen Nato-Länder.
Die gestaffelten Zölle sollen so lange gelten, bis ein Abkommen über
den vollständigen Kauf der Arktisinsel erzielt werde, schrieb Trump
auf Truth Social. Der US-Präsident hat wiederholt deutlich gemacht,
dass Amerika sich die Insel einverleiben will - was die europäischen
Nato-Partner vehement ablehnen. Grönland ist weitgehend autonom und
gehört zum Staatsgebiet des Nato-Mitglieds Dänemark.