Konflikte/Nato/EU/Diplomatie/Militär/USA/Grönland/Dänemark/Bundeswehr / Bundeswehrsoldaten ziehen aus Grönland ab

18.01.2026 15:24

Schnelles Ende einer Erkundungsmission. Trump fordert Grönland für
die USA, einige Nato-Staaten schickten Soldaten auf die Arktisinsel -
jetzt ziehen die Deutschen schon wieder ab.

Berlin/Nuuk (dpa) - Das Erkundungsteam der Bundeswehr ist aus
Grönland wieder abgezogen. Die 15 Soldaten verließen die Arktisinsel
mit einem Zivilflugzeug in Richtung Kopenhagen, wie ein Sprecher des
Operativen Führungskommandos der Deutschen Presse-Agentur sagte.
Zuvor hatte «Bild» berichtet. US-Präsident Donald Trump hatte am
Samstag angekündigt, Sonderzölle gegen acht an der Erkundungsmission
beteiligte Länder zu verhängen.

Das deutsche Team war erst seit Freitagabend deutscher Zeit in Nuuk,
um die Bedingungen für militärische Übungen auszukundschaften. Die
Ankunft hatte sich um einen Tag verzögert. Davor war davon die Rede
gewesen, dass sich der Einsatz über drei Tage erstrecken werde. Am
Samstagabend hatte es dann geheißen, es sei nicht absehbar, wie lang
der Aufenthalt sein werde.

Nun sagte der Sprecher des Führungskommandos, das Team habe den
Auftrag erfüllt. «Die Erkundungsergebnisse werden in den kommenden
Tagen ausgewertet.»

US-Präsident Trump hatte am Samstag erneut ultimativ darauf gepocht,
das zu Dänemark gehörende Grönland den USA einzuverleiben. Er
begründet dies mit Sicherheitsbedenken wegen einer angeblichen
Bedrohung durch China und Russland in der Region.

Trump rügte Entsendung der Soldaten

Trump übte auch heftige Kritik daran, dass Deutschland und andere
europäische Nato-Staaten auf Einladung Dänemarks einige Soldaten für

die Erkundungsmission geschickt haben. Trump erklärte, die Soldaten
der Verbündeten seien dort «für unbekannte Zwecke». Dies sei eine
«sehr gefährliche Situation» für die Sicherheit, den Schutz und das

Überleben des Planeten.

Mehrere Nato-Staaten, darunter Deutschland und Frankreich, hatten
Soldaten auf die Insel entsandt. Es gehe um die Frage, ob die Arktis
sicher sei und inwiefern Deutschland mit seinen Nato-Partnern dazu
beitragen könne, hieß es dazu aus Verteidigungsministerium. Gegen
diese acht europäischen Staaten kündigte Trump zusätzliche Zölle an

Die europäischen Nato-Verbündeten sind anders als Trump der Meinung,
dass Grönland nicht von den USA übernommen werden müsse, um die
Arktis zu schützen. Sondern dies könne die Nato im Verbund
übernehmen.