Konflikte/Nato/EU/Diplomatie/Militär/Wirtschaft/USA/Grönland/Dänemark / Italien bietet sich in Grönland-Streit als Vermittler an

18.01.2026 18:22

Im Streit mit Donald Trump um Grönland versucht Rom zu
beschwichtigen. Für die Erkundungsmission anderer Europäer stellte
das Nato-Gründungsmitglied keine Soldaten ab.

Rom (dpa) - Italien bietet sich im Konflikt mit den USA um die
Zukunft von Grönland als Vermittler an. Außenminister Antonio Tajani
sagte: «Ich glaube, dass Italien aufgrund seiner Natur, seiner
Vermittlungsfähigkeit und seiner
Fähigkeit, mit allen zu sprechen, eine positive Rolle dabei spielen
kann,
Vereinbarungen zu finden.» Ministerpräsidentin Giorgia Meloni stehe
dazu «im Dialog mit den Vereinigten Staaten, aber auch mit den
Europäern».

Die rechte Regierungschefin selbst hatte nach den Zoll-Drohungen von
US-Präsident Donald Trump gegen Deutschland und andere europäische
Länder zuvor schon vor einer Eskalation gewarnt. Tajani ergänzte nun:
«Es besteht absolut kein Bedarf an Handelskriegen oder Konflikten.
Wir brauchen den Dialog und müssen Lösungen finden, die niemanden
benachteiligen.» Das Nato-Gründungsmitglied Italien hatte keine
Soldaten zur Erkundungsmission acht anderer europäischer Staaten
unter dänischer Führung auf Grönland entsendet. 

Meloni gilt im Kreis der europäischen Regierungschefs als eine
derjenigen, die guten Zugang zu Trump haben. Der US-Präsident hatte
am Samstag unter Verweis auf den Konflikt um Grönland zusätzliche
Zölle gegen Deutschland und sieben weitere europäische Staaten
angekündigt. Sie sollen gelten, bis ein Abkommen über den Verkauf der
zu Dänemark gehörenden Insel an die USA erzielt ist.