Konflikte/Nato/EU/Diplomatie/Militär/Wirtschaft/USA/Grönland/Dänemark / Von der Leyen: Werden unsere Interessen stets schützen

19.01.2026 00:56

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zeigt im
Grönland-Streit mit den USA klare Kante. Die Souveränität der
arktischen Insel und Dänemarks würden gewahrt.

Brüssel (dpa) - EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zeigt
sich auch nach den neuen Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump
im Grönland-Streit solidarisch mit Dänemark und Grönland. «Zusammen

stehen wir fest zu unserem Engagement, die Souveränität Grönlands und

des Königreichs Dänemark zu wahren», schrieb sie am Abend auf der
Plattform X. «Wir werden stets unsere strategischen wirtschaftlichen
und sicherheitspolitischen Interessen schützen.» Man werde «diesen
Herausforderungen für unsere europäische Solidarität mit
Standhaftigkeit und Entschlossenheit begegnen». 

Zuvor hatte EU-Ratspräsident António Costa einen Sondergipfel
einberufen, der voraussichtlich am Donnerstag stattfinden soll. Trump
hatte am Samstag unter Verweis auf den Konflikt um Grönland ab
Februar zusätzliche Zölle gegen Deutschland und sieben weitere
europäische Staaten angekündigt - alle von ihnen Nato-Länder. Die
gestaffelten Zölle sollen so lange gelten, bis ein Abkommen über den
vollständigen Kauf der Arktisinsel erzielt werde.

Der US-Präsident hat wiederholt deutlich gemacht, dass sich die USA
die Insel einverleiben wollen - was die europäischen Nato-Partner
vehement ablehnen. Trump zufolge würden ansonsten Russland oder China
die Insel übernehmen. Grönland ist weitgehend autonom und gehört zum

Staatsgebiet des Nato-Mitglieds Dänemark. Aktuell gilt seit Sommer
für die meisten EU-Exporte nach Amerika ein Zollsatz von 15 Prozent.