Regierungssprecher: Nato «in keiner Weise» gefährdet

19.01.2026 14:29

Die Bundesregierung sieht die Nato trotz US-Drohungen im
Grönland-Streit nicht gefährdet. Regierungssprecher Kornelius betont,
worum es jetzt geht.

Berlin (dpa) - Die Nato ist nach Auffassung der Bundesregierung durch
die Grönland-Drohungen von US-Präsident Donald Trump aktuell nicht
gefährdet. «Die territoriale Integrität ist eine nationale Frage, die

das Bündnisthema noch lange nicht betrifft», sagte Regierungssprecher
Stefan Kornelius vor Journalisten in Berlin. Er sehe nicht, dass die
Nato von den USA in Frage gestellt werde. «Die Nato ist ein starkes
Bündnis. Sie ist in keiner Weise gefährdet. Ich sehe kein
Mitgliedsland, das die Nato infrage stellt.»

Oberstes Ziel: Nicht eskalieren lassen

Dass bei einer Verletzung des einen das andere kaputtgehe, «diesen
Schluss mache ich noch nicht», fügte er hinzu. Es gelte, jetzt einen
Handelskonflikt abzuwehren, aber auch das oberste Prinzip
einzuhalten, «nämlich die Unverletzbarkeit von Grenzen und die
territoriale Integrität eines EU-Mitgliedstaates nicht infrage zu
stellen». Oberstes Ziel in der politischen Arbeit sei es jetzt,
diesen Konflikt nicht eskalieren zu lassen.

Die Beziehungen zu den USA nannte der Sprecher wichtig. «Die USA
waren über viele Jahrzehnte hinweg ein verlässlicher Partner und
sollen es auch weiterhin bleiben.»