Linke fordert wegen Trump Abbruch von Nato-Manöver

19.01.2026 15:06

Für die Linke sind die USA nach Trumps jüngsten Zolldrohungen kein
Verbündeter mehr, sondern ein Gegner. Die Partei fordert den Abbruch
einer gemeinsamen Militärübung.

Berlin (dpa) - Die Linke plädiert nach den Zolldrohungen von
US-Präsident Donald Trump für eine harte Gegenreaktion und den
Abbruch eines laufenden Nato-Großmanövers.

«Wenn Deutschland und Europa jetzt nicht reagieren und Trump
Widerstand leisten, dann wird sich dieser Möchtegern-Autokrat weiter
bestätigt fühlen», sagte Linken-Bundesgeschäftsführer Janis Ehlin
g
bei einer Pressekonferenz in Berlin. Er forderte als ersten Schritt
einen Abbruch des gerade angelaufenen Nato-Manövers «Steadfast Dart
26» durch die EU-Staaten.

Bei dem Manöver handelt es sich um die größte Nato-Militärübung d
es
Jahres, bei dem unter anderem die Verlegung von Material und
Fahrzeugen innerhalb des Bündnisgebiets geübt wird. Deutschland ist
Drehscheibe. 

Linke: «Goodbye Nato»

«Spätestens seit Trumps Drohung ist doch klar, dass da nicht mehr mit
einem Verbündeten, sondern mit einem Gegner trainiert wird», sagte
Ehling. Europa müsse jetzt aktiv an einem System der kollektiven
Sicherheit arbeiten, ohne Nato und ohne USA. «Wir sagen Goodbye Nato,
hallo Europa.»