EU-Kommission plant 1,9 Milliarden für Entwicklungshilfe ein

21.01.2026 13:58

Die USA haben ihre Entwicklungsgelder massiv gekürzt. Die Europäische
Union sieht großen Bedarf und will um weitere Mittel werben.

Brüssel (dpa) - Die Europäische Kommission stellt 2026 fast zwei
Milliarden Euro für die Entwicklungshilfe zur Verfügung. Die
zuständige EU-Kommissarin Hadja Lahbib wirbt zudem beim
Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos um Finanzmittel des
Privatsektors. «Das humanitäre System ist einer beispiellosen
Belastung ausgesetzt, und die öffentliche Finanzierung allein wird
dem Ausmaß der Krise nicht gerecht», teilte Lahbib mit. 

Der größte Posten der 1,9 Milliarden Euro ist für West- und
Zentralafrika vorgesehen (557 Millionen Euro), 448 Millionen Euro für
den Nahen Osten, insbesondere Gaza. Für den humanitären Bedarf in der
Ukraine sind 145 Millionen Euro bestimmt. Mehr als 415 Millionen Euro
sind zudem für plötzlich auftretende Notfälle in aller Welt gedacht.

Im vergangenen Jahr war der Gesamtbetrag in etwa gleich hoch (rund
1,9 Milliarden Euro). 

Der Brüsseler Behörde zufolge sind weltweit 239 Millionen Menschen
auf Hilfe angewiesen. Die USA haben 2025 unter Präsident Donald Trump
ihre Auslandshilfen durch die Entwicklungshilfe-Agentur USAID
eingestellt und Zahlungen an internationale Hilfsprogramm stark
gekürzt. Die Organisation war eine der größten ihrer Art weltweit und

organisierte zahlreiche Hilfsmaßnahmen auf der ganzen Welt.