Von der Leyen und Costa verfolgen Parade am Nationalfeiertag Indiens
26.01.2026 13:42
Marschierende Soldaten, Tänze und EU-Prominenz: Warum Indiens
Nationalfeiertag dieses Jahr für Europa besonders interessant war.
Neu-Delhi (dpa) - Indien hat seinen Nationalfeiertag mit einer
Demonstration militärischer Stärke und der kulturellen Vielfalt des
Landes begangen. Die alljährliche Parade zum Tag der Republik in
Neu-Delhi besahen sich als ausländische Hauptgäste diesmal
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident
António Costa. Ihre Einladung sollte auch die wachsende Bedeutung der
Europäischen Union für das bevölkerungsreichste Land betonen.
«Ihre Präsenz unterstreicht die wachsende Stärke der
Indien-EU-Partnerschaft und unsere Verpflichtung für gemeinsame
Werte», schrieb Indiens Premierminister Narendra Modi auf X. Zusammen
mit den Gästen und der indischen Präsidentin Draupadi Murmu verfolgte
er die Parade, die einen militärischen und zivilen Teil hatte.
Von der Leyen und Costa vertreten die EU am Dienstag auch beim
geplanten bilateralen Gipfeltreffen in der indischen Hauptstadt.
Dabei könnte der Abschluss der Verhandlungen über ein
Freihandelsabkommen zwischen der EU und dem bevölkerungsreichsten
Land der Erde verkündet werden.
Inder feiern Inkrafttreten der Verfassung
Zehntausende Menschen säumten den zeremoniellen Boulevard Kartavya
Path in Neu-Delhi, auf dem die Parade unter großen
Sicherheitsvorkehrungen stattfand. Am 26. Januar wird das
Inkrafttreten der Verfassung Indiens im Jahr 1950 gefeiert.
Aufgefahren wurden unter anderem Panzer und Raketensysteme, darunter
Panzerabwehrraketen und ein von russischen und indischen Unternehmen
entwickelter Marschflugkörper. An den Tribünen zogen Mitglieder von
Infanterieregimentern und uniformierte Reiter auf Kamelen und Pferden
vorbei. Hubschrauber und Kampfjets flogen über die Köpfe der
Zuschauer hinweg.
Außerdem fuhren Motivwagen zahlreicher indischer Bundesstaaten
vorbei, um auf kulturelle Eigenarten, technisch-wirtschaftliche
Errungenschaften oder ihren Beitrag für die Unabhängigkeit Indiens
aufmerksam zu machen. Zum kulturellen Teil gehörte eine Aufführung
von 2.500 Tänzerinnen und Tänzern.
