Sexualisierte KI-Bilder: Justizministerin fordert Durchgreifen gegen X
26.01.2026 19:41
Nach dem Skandal um sexualisierte KI-Bilder von Elon Musks Chatbot
Grok leitet die EU-Kommission ein Verfahren gegen den US-Konzern X
ein. Die Bundesjustizministerin findet das gut.
Berlin (dpa) - Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hat das
Vorgehen der EU-Kommission gegen den US-Konzern X ausdrücklich
begrüßt. «X hat seine Nutzer förmlich dazu animiert, mit dem KI-Too
l
Grok sexualisierte Deepfakes zu erstellen. Das darf nicht ohne
Konsequenzen bleiben», sagte Hubig in Berlin. Sexualisierte
Fake-Bilder verletzten Persönlichkeitsrechte massiv. Plattformen
dürften nicht zu Komplizen digitaler Gewalt werden.
«Sie müssen gegen die Verbreitung illegaler Inhalte vorgehen und
dürfen nicht einfach zulassen, dass ihre Tools zu Werkzeugen
digitaler Demütigung werden», so Hubig. Der Digital Services Act
mache hier klare Vorgaben. «Es ist dringend notwendig, dass wir diese
Vorgaben auch durchsetzen.» Angesichts des Skandals um sexualisierte
KI-Bilder von Elon Musks Chatbot Grok hat die EU-Kommission ein
Verfahren gegen X eingeleitet.
X war in den vergangenen Wochen in die Kritik geraten, weil zunächst
alle Nutzerinnen und Nutzer den KI-Chatbot Grok auffordern konnten,
gepostete Bilder zu sexualisieren. Immer wieder befahlen Menschen der
KI etwa, Fotos zu manipulieren und Frauen in Bikinis zu kleiden.
