EU und Indien vereinbaren Sicherheits- und Verteidigungspartnerschaft
27.01.2026 11:57
Gemeinsame Pläne gegen Cyber-Attacken und Terrorismus: Wie die neue
Partnerschaft zwischen EU und Indien unsere Sicherheit stärken soll.
Neu-Delhi (dpa) - Angesichts der größeren geopolitischen Spannungen
wollen die EU und Indien auch im Sicherheitsbereich näher
zusammenrücken. Beide Seiten einigten sich in Neu-Delhi bei ihrem 16.
Gipfeltreffen auf eine Sicherheits- und Verteidigungspartnerschaft.
Das entsprechende Dokument wurde parallel zur Erklärung über den
Abschluss der Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen
unterzeichnet.
Die Sicherheitspartnerschaft erlaube es, enger zusammenzuarbeiten und
neue Initiativen auf den Weg zu bringen, teilte die EU-Kommission
mit. Dazu gehörten Projekte im Bereich maritime Sicherheit,
Terrorbekämpfung und Cyberabwehr.
Modi: Mehr Stabilität
«Es gibt heute viele Turbulenzen in der Weltordnung», sagte Indiens
Premierminister Narendra Modi. Er äußerte die Hoffnung, die
Kooperation mit der EU werde dem internationalen System mehr
Stabilität verleihen. Er habe sich mit EU-Kommissionspräsidentin
Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa über die Lage
in der Ukraine, Westasien und im indopazifischen Raum ausgetauscht.
Details nannte er nicht. In Europa werden insbesondere die
Ölgeschäfte Indiens mit Russland kritisch gesehen. Indien bezieht
einen Großteil seines Öls und Gases aus Russland, das wiederum die
Einnahmen in den Angriffskrieg gegen die Ukraine steckt.
Durch die Verteidigungspartnerschaft mit Indien werde eine neue Phase
der bilateralen Beziehungen eingeläutet, sagte die
EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas. «Sicherheit ist jetzt der Kernteil
unserer Beziehungen.»
