Norwegen schließt sich EU-Sanktionen gegen Iran an
30.01.2026 14:44
Die EU hat Irans Revolutionsgarden als Terrororganisation eingestuft
und Sanktionen gegen andere Akteure wegen ihres grausamen Vorgehens
gegen Demonstranten verhängt. Norwegen schließt sich an.
Oslo (dpa) - Norwegen schließt sich nach der Tötung Tausender
regierungskritischer Demonstranten im Iran den Sanktionen der EU
gegen iranische Akteure an. Das teilte das Außenministerium in Oslo
mit.
Am Donnerstag hatte die EU Irans Revolutionsgarden wegen ihres
grausamen Vorgehens gegen die Proteste als Terrororganisation
eingestuft. Bei der gewaltsamen Unterdrückung von Demonstrationen
sollen Tausende, wenn nicht sogar Zehntausende Menschen getötet
worden sein.
Der EU-Entscheidung zu den Revolutionsgarden war ein formeller
Beschluss zu Sanktionen gegen 31 andere Akteure aus dem Iran
vorausgegangen. Ihnen wird ebenfalls eine Mitverantwortung für die
brutale Niederschlagung der Proteste sowie die fortgesetzte
Unterstützung des Irans für den russischen Angriffskrieg gegen die
Ukraine vorgeworfen.
Gewalt gegen Zivilbevölkerung «völlig inakzeptabel»
Der norwegische Außenminister Espen Barth Eide sagte laut der
Mitteilung, man habe die Gewalt gegen die Zivilbevölkerung öffentlich
sowie im direkten Kontakt mit den iranischen Behörden verurteilt.
«Wir haben betont, dass der weit verbreitete Gebrauch von
Hinrichtungen, Festnahmen, Folter und langanhaltenden Internetsperren
als Kontrollinstrumente völlig inakzeptabel sind», sagte Barth Eide
demnach. Norwegen ist zwar kein Mitglied der EU, mit dieser aber eng
verbunden.
