EU unterstützt palästinensische Grenzschützer in Rafah
02.02.2026 13:08
Für viele Menschen im Gazastreifen ist die Wiedereröffnung des
Grenzübergangs Rafah ein Hoffnungsschimmer. Die EU-Außenbeauftragte
Kaja Kallas mahnt weitere Schritte an.
Brüssel (dpa) - Die EU hat die Öffnung des Grenzübergangs Rafah für
Personenverkehr als weiteren konkreten und positiven Schritt zur
Umsetzung des Gaza-Friedensplans begrüßt. Experten der zivilen
EU-Mission seien vor Ort, um den Betrieb des Grenzübergangs zwischen
Gaza und Ägypten zu überwachen und die palästinensischen
Grenzschutzkräfte zu unterstützen, teilte die EU-Außenbeauftragte
Kaja Kallas mit.
Für kranke und verwundete Menschen aus dem Gazastreifen sei die
Wiederöffnung lebenswichtig. Zudem werde sie es Familien ermöglichen,
nach viel zu langer Trennung wieder zusammenzukommen.
«Praktische Schritte wie diese helfen, den Waffenruheplan
voranzubringen, und müssen fortgesetzt werden», erklärte Kallas. Sie
betonte, dass die Menschen im Gazastreifen weiterhin dringend auf
Hilfe angewiesen seien und der Wiederaufbau des Küstenstreifens von
der Entwaffnung der islamistischen Hamas abhängen werde.
Die EU-Mission zur Unterstützung des Grenzschutzes in Rafah (Eubam
Rafah) wurde bereits 2005 eingerichtet, um bei der Kontrolle des
Grenzübergangs zu helfen. Nach der Machtübernahme der islamistischen
Hamas 2007 im Gazastreifen gab es allerdings sehr lange kein
EU-Personal mehr am Grenzübergang, weil die EU nicht mit der Hamas
kooperieren wollte. Eine Wiederaufnahme des Einsatzes Anfang des
vergangenen Jahres musste nach kurzer Zeit wieder gestoppt werden,
weil die zugrunde liegende Vereinbarung zwischen der Hamas und Israel
zur Beendigung des Gaza-Kriegs damals nicht hielt.
