Deutschland hat die älteste Arbeitsbevölkerung in der EU
03.02.2026 08:27
Das Renteneintrittsalter steigt, immer mehr Menschen in Deutschland
arbeiten bis ins höhere Alter. Wie sich das auf die Altersstruktur
der Erwerbstätigen auswirkt.
Wiesbaden (dpa) - Deutschland hat die älteste Arbeitsbevölkerung in
der Europäischen Union. In keinem anderen Land der
Staatengemeinschaft sind anteilig mehr Erwerbstätige im Alter
zwischen 55 und 64 Jahren, wie das Statistische Bundesamt auf der
Grundlage von Eurostat-Daten mitteilte.
In Deutschland gehören knapp jede und jeder Vierte (24 Prozent) in
diese Gruppe. Im EU-Schnitt sind es 20 Prozent und in einzelnen
Ländern wie Malta sogar nur knapp 11 Prozent. Überdurchschnittlich
alte Arbeitsbevölkerungen haben noch Italien mit 23 Prozent und
Bulgarien mit 22,3 Prozent.
Älter in Rente
Ein wichtiger Grund für die Entwicklung ist die zunehmende Alterung
der Bevölkerung in Deutschland. Zudem gehen die Menschen
durchschnittlich später in Rente.
Das Bundesamt verweist auf Angaben der Deutschen Rentenversicherung
für das Jahr 2024, nach denen Frauen und Männer im Durchschnitt im
Alter von 64,7 Jahren in Rente gingen. 20 Jahre zuvor hatte der Wert
noch bei 63 Jahren gelegen. In der Zwischenzeit wurde das gesetzliche
Renteneintrittsalter schrittweise angehoben, und Modelle zum
vorzeitigen Renteneintritt sind ausgelaufen.
