Inflation in Eurozone fällt auf tiefsten Stand seit 2021

04.02.2026 12:16

So gering war der Anstieg der Verbraucherpreise seit April 2021 nicht
mehr. Woran das liegt.

Luxemburg (dpa) - In der Eurozone ist die Inflationsrate auf den
tiefsten Stand seit fast fünf Jahren gefallen. Im Januar stiegen die
Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 1,7 Prozent, wie das
Statistikamt Eurostat in Luxemburg nach einer ersten Schätzung
mitteilte. Es ist die niedrigste Inflationsrate seit April 2021. 

Die Europäischen Zentralbank (EZB) strebt mittelfristig zwei Prozent
an. Sie hatte zuletzt die Leitzinsen nicht angetastet. Auch bei der
nächsten EZB-Entscheidung an diesem Donnerstag wird keine Änderung
erwartet.

Energie ist günstiger

Mit ausschlaggebend für die schwächere Inflation sind sinkende Kosten
für Energie. Die Energiepreise fielen um 4,1 im Jahresvergleich. Die
Preise für Lebens- und Genussmittel stiegen hingegen um 2,7 Prozent.

Die Kernrate der Inflation, bei der besonders schwankungsanfällige
Komponenten wie Energie und Nahrungsmittel herausgerechnet werden,
sank auf 2,2 Prozent von zuvor 2,3 Prozent. 

Im Vergleich zum Vormonat fielen die Preise insgesamt um 0,5 Prozent.
Die Kernverbraucherpreise gingen um 1,1 Prozent zurück.