USA wollen Handelsallianz für wichtige Mineralien gründen

04.02.2026 19:18

China hat de facto ein Monopol auf seltene Erden und andere wichtige
Mineralien. Die USA wollen einen Weg aus dieser Abhängigkeit finden.
Machen ihre Verbündeten da mit?

Washington (dpa) - Die USA wollen trotz internationaler Spannungen
mit ihren Verbündeten eine Handelsallianz für seltene Erden und
andere wichtige Mineralien aufbauen und damit die Abhängigkeit zu
China verringern. Durch Zölle und Preisuntergrenzen solle verhindert
werden, dass Peking die Märkte mit Rohstoffen zum Dumpingpreis
überschwemme und so Konkurrenten unterbiete, sagte US-Vizepräsident
JD Vance. Der «Handelsblock» solle die US-Wirtschaft stärken und
zugleich die Produktion im gesamten Bündnisraum ausweiten. 

Die USA hatten für den heutigen Mittwoch zu einem Ministertreffen zu
dem Thema eingeladen, an dem früheren Angaben zufolge Teilnehmer aus
mehr als 50 Ländern angekündigt waren. Die EU-Kommission teilte mit,
dass binnen 30 Tagen eine Absichtserklärung zwischen der EU und den
Vereinigten Staaten für eine engere Zusammenarbeit unterzeichnet
werden solle.

Mit den Kooperationsvereinbarungen versucht Washington, auch die
eigene Abhängigkeit von Peking bei seltenen Erden und anderen
Mineralien von kritischer Bedeutung zu verringern. Hintergrund ist,
dass die Veredelung der als seltene Erden bekannten Metalle zu großen
Teilen von China kontrolliert wird. Sie sind unter anderem für die
Elektronikindustrie und die Herstellung von Elektroautos und Magneten
essenziell. Als Rohstoffe von kritischer Bedeutung gelten unter
anderem Lithium und Kobalt.

Am Montag hatte Trump eine Reserve der wertvollen Mineralien im Wert
von zwölf Milliarden Dollar (knapp 10,2 Mrd. Euro) angekündigt. Die
Reserve solle sicherstellen, dass es keine Engpässe für amerikanische
Unternehmen gebe, sagte Trump im Weißen Haus. US-Unternehmen sollen
in der Lage sein, Mineralien von kritischer Bedeutung zu einem zuvor
fest vereinbarten Preis aus der Reserve zu beziehen. Das würde sie
vor Engpässen oder Preisschwankungen auf dem Weltmarkt schützen. Sie
sollen die Bestände später aber auch wieder auffüllen.